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Der Kasuar, ein flugunfähiger Laufvogel, gehört neben dem Emu zu den Laufvögeln und wird in drei Arten unterteilt: den Bennetkasuar, den Helmkasuar und den Einlappenkasuar. Diese Tiere sind vor allem in Neuguinea verbreitet und kommen in Australien nur im nordlichen Queensland vor, wo sie mit weniger als 1.000 Exemplaren als bedrohte Art gelten. Der Lebensraumverlust sowie das Fressverhalten von eingeführten Tieren, wie Wildschweinen und Hunden, gefährden ihren Bestand.
Kasuare können über 60 Kilogramm wiegen und bis zu 1,70 Meter groß werden. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h und besitzen verkümmerte Flügel. Ihr Gefieder ist schwarz, und sie haben einen charakteristischen, hornartigen Helm, der für den sozialen Status wichtig ist. Das Weibchen legt nach der Fortpflanzung drei bis fünf Eier, die vom Männchen ausgebrütet werden. Die Küken schlüpfen nach 49 bis 56 Tagen und sind schnell lauffähig.
Zusätzlich zu Neuguinea finden sich Kasuare im tropischen Regenwald Queenslands, insbesondere im Daintree National Park. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Insekten, Kleintieren und Pilzen, und schlucken Steine zur Unterstützung der Verdauung. Obwohl sie meist Einzelgänger sind, können sie besonders während der Brutzeit aggressiv werden und Menschen angreifen.
Warnschilder in bestimmten Gebieten informieren über das Verhalten im Umgang mit Kasuaren, um unliebsame Begegnungen zu vermeiden.